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Abendveranstaltung

Altstadttheater Ingolstadt
Kanalstraße 1
85049 Ingolstadt

27.04.2015
Einlass: 19:00 Uhr
Filmstart: 19:30 Uhr

Anschließend offene Diskussion mit dem Regisseur Peter Ohlendorf
Eintritt gegen Spende

FILMVORFÜHRUNG „Blut muss fließen“

Blut muss fließen
FILMVORFÜHRUNG
„Blut muss fließen“

Undercover unter Nazis
27. & 28. April 2015 Ingolstadt

Der Sänger gröhlt Gewaltparolen, die Neonazis toben und Arme gehen hoch zum Hitlergruß: Als Thomas Kuban zum ersten Mal ein Rechtsrock-Konzert mit versteckter Kamera dreht, ermöglicht er Einblicke in eine Szene, in die sich kaum ein Außenstehender hineinwagt.
Sechs Jahre später hat er rund 50 Undercover-Drehs hinter sich, auch in Ländern jenseits deutscher Grenzen.
Mit Rechtsrock junge Menschen zu ködern und zu radikalisieren – dieses Vorgehen scheint gut zu funktionieren: Laut einer Studie ist der Rechtsextremismus hierzulande zur größten Jugendbewegung geworden. Um die Musikveranstaltungen hat sich ein blühender Markt entwickelt, z.B. werden CDs der einschlägigen Bands und Merchandising-Artikel in Eigenregie produziert und in Szeneläden oder über das Internet verkauft. Auf diese Weise wird zugleich Geld für die Expansion der Bewegung generiert.
Der Regisseur Peter Ohlendorf hat Thomas Kuban auf seiner Reise durch Deutschland und Europa mit der Kamera begleitet, auch an Orte, an denen er zuvor versteckt gedreht hat. Im Fokus stehen dabei politische Entscheidungsträger, Behörden und Bürger.
Der Protagonist des Films muss unerkannt bleiben, sein Name ist folglich ein Pseudonym. Die eigenwillige Verkleidung dient nicht nur seinem Schutz, sondern thematisiert in ihrer Übertriebenheit zugleich die Rezeption seiner Person durch die Gesellschaft.

Dieses, auf der Berlinale 2012 hoch gelobte Filmprojekt, wurde in Deutschland nun schon über 200 mal gezeigt. Gerade jetzt ist es an der Zeit, Peter Ohlendorf mit seinem Film auch nach Ingolstadt zu holen.
Mit „PEGIDA“ nimmt der Rechtsruck unserer Gesellschaft der letzten Jahre Gestalt an. Nicht nur im Osten Deutschlands gehen Tausende auf die Straße, um ihrem Ausländerhass Ausdruck zu verleihen. In München hetzt „BAGIDA“ gegen Moslems und Asylsuchende. Auch aus Ingolstadt bekommen sie Unterstützung. Auf der Facebookseite „INGIDA“ wird versucht einen regionalen Ableger zu organisieren. Montag für Montag fährt gut ein Dutzend aus unserer Stadt zu diesen rechten Aufmärschen.
Von der Facebookseite „Gegen die Asylunterkunft in Oberstimm in der Immelmann-Kaserne“ aus wird rechtsradikale Propaganda verbreitet. Die rassistischen Schmierereien an der Max-Immelmann-Kaserne vom Oktober letzten Jahres sind vielleicht nur ein Vorgeschmack darauf, was passiert, wenn dieser Hass nicht nur im Internet ausgelebt wird.
Auch Rechtsrockkonzerte finden in der Region statt. So spielte beispielsweise die Grauzoneband „Krawallbrüder“ am 24.10.2014 von der Öffentlichkeit, völlig unbehelligt im Ohrakel, am Ingolstädter Hauptbahnhof. Mit „Sturmtrupp“ aus Neuburg hat unsere Region auch eine international bekannte Neonaziband, die in ganz Europa für volle Konzertsäle sorgt. Dies sind nur einige Beispiel rechter Aktivitäten Ingolstadts und dessen Umland. Doch bei weitem nicht alle!

Wir wollen mit diesem Projekt präventiv wirken. Wenn sich erst einmal eine Szene etabliert hat, wird es um so schwerer, dem entgegen zu arbeiten.
Wie sollen Eltern und Lehrer bemerken, wenn Jugendliche beginnen sich für die rechte Szene zu begeistern, wenn sie nicht wissen worauf sie achten müssen? Die Ausbreitung von rechtem Gedankengut, vor allem bei Jugendlichen, lässt sich nur durch eine aufmerksame Gesellschaft verhindern. Durch eine Gesellschaft, die nicht weg sieht und die Augen verschließt.
Wir wollen genau jetzt, wenn faschistische Strukturen in Oberbayern neu entstehen und sich festigen, mit dieser Filmvorführung das Thema „Rechtsextremismus“ wieder in die Öffentlichkeit tragen.
Dazu möchten wir am 27.4.2015 eine Abendveranstaltung und am 28.4.2015 mehrere Vorführungen an Schulen organisieren.
Dazu brauchen wir Ihre Unterstützung!

Für weitere Informationen:
www.filmfaktum.de
Kontakt:
ingegenrechts@web.de

„Blut muss fließen!“

Wir wollen eine Filmdokumentation über die Rechtsrockszene zeigen!
Daher haben wir zur Werbung und weiteren Information diese Seite ins Netz gestell.

Sobald klar ist wann und wo dieser Film laufen wird wird das hier veröffentlicht!

Vergangene Aktion: Aufruftext gegen den AFD- Landesparteitag in Ingolstadt

AfD-Landesparteitag in Ingolstadt am 19.10.2014
Am 19.10 findet im Ingolstädter Stadttheater der Landesparteitag der Alternative für Deutschland statt. Die AfD wird, entgegen ihrer Selbstdarstellung, von vielen Kritikern als rechtsextrem eingeschätzt. Wir, die „Initiative gegen Rechts“, klären über die rechten Hintergründe dieser Partei auf und zeigen, dass Nationalismus keine Alternative für Deutschland ist.
Die AfD entstand aus mehreren Parteien, die bereits als rechtsextrem eingestuft und vom Verfassungsschutz überwacht wurden. Sie gründete sich Anfang des Jahres 2013, bezeichnet sich selbst als Partei „neuen Typs“, die weder rechts noch links sei, und gab sich nach ihrer Gründung zunächst rein eurokritisch. Es sollten jedoch vor allem Wähler des rechten Rands angesprochen werden, die vom Kurs ihrer Partei frustriert sind und radikale Positionen vertreten sehen wollen.
Die führenden Parteifunktionäre geben in der Öffentlichkeit ein sehr ambivalentes Bild ab, wenn sie auf den rechten Charakter der Partei angesprochen werden. Dies wurde z.B. am Europa-Wahlkampf der AfD in Bremen sichtbar, wo Journalisten und Gegendemonstranten angegriffen und verletzt wurden. In Bochum verfolgte und bedrohte ein AfD-Mitglied einen Antifaschisten mit einer Pistole.
Besorgniserregend ist auch der rechte Hintergrund vieler AfD-Mitglieder. Beispielhaft seien hier zwei Mitglieder, die dem rechten Flügel der Partei zuzurechnen sind und nach Recherchen des MDR in der Kritik stehen, genannt. Ein Mitglied aus Dresden war deren Nachforschungen zufolge in den 1990er Jahren in der rechtsextremistischen „Viking Jugend“ aktiv. Die heute verbotene Organisation sah sich als legitime Nachfolgevereinigung der Hitlerjugend. Umstritten ist auch ein Leipziger, der ein führender Vertreter der sogenannten „Identitären Bewegung“ in Sachsen ist. Ihre Vertreter bezeichnen sich selbst als Neue Rechte und werden wegen ihrer Nähe zu Rechtsextremismus und Islamfeindlichkeit vom Verfassungsschutz beobachtet.
Wenn man außerdem einen Blick auf die Inhalte, mit denen die Partei wirbt, wirft, wird einem schnell klar, was für einen Typ Partei man hier vor sich hat.
So fordert die AfD in Bezug auf die Sozialpolitik eine klar ausländerfeindliche Linie. „EU-Ausländer_innen“ sollen nur noch so viel Kindergeld erhalten, wie es in ihrem Ursprungsland üblich ist und nicht mehr als 75% des hiesigen Satzes. Auch die Forderung nach der Einführung einer Kriminalstatistik, die „deutschfeindliche Straftaten“ aufführen soll, steht im klaren Widerspruch zu den Grundprinzipien eines demokratischen Rechtsstaats und ist eine explizite Anlehnung an die Rechtsprechung im NS-Staat. Die Partei vertritt im Allgemeinen eine extrem ungerechte, marktradikale Sozialpolitik und zielt auf die Spaltung der Gesellschaft ab. Die AfD, eine Partei der sozialen Kälte. Ist das also das wahre, rechtsradikale Gesicht der AfD? Gut möglich.
Dass die AfD mehr als eine rein „eurokritische“ Partei ist, sieht man auch an ihrem Umgang mit dem Thema Homosexualität. Schon in ihrer Präambel greift die AfD die Gleichberechtigungspolitik gegenüber Homosexuellen und emanzipierten Frauen an und bezeichnet dies indirekt als weniger natürlich. Wörtlich heißt es: „Wir sind auch die Alternative zur offen betriebenen Herabsetzung und Verhöhnung der Familie. Als natürlichste aller Gemeinschaften genießt für uns die Familie eine besondere Bedeutung und bedarf daher des besonderen Schutzes.“ Es wird ein Familienbild propagiert, dass die Frau von der Berufstätigkeit ausschließt und an den Herd verbannen soll. Gelegentlich schalten AfD-Politiker aber auch auf Angriff. So wettert Beatrix von Storch, designierte Europawahl-Kandidatin des Berliner Landesverbands, offen gegen die Macht der „Schwulen-Lobby“. Die AfD Bayern klagt auf Facebook, dass im Fernsehen Homosexualität „beworben“ werde.
Da ist es auch nicht mehr verwunderlich, dass die AfD, als in Baden-Württemberg eine „Bildungsplanreform 2015“ eingeführt werden sollte, zu der unter Anderem auch der Aspekt der Vermittlung der „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ gehörte, sich dem Protestaufruf von kirchlichen Extremisten wie der Piusbruderschaft und radikalen Rechten anschloss. Die Regierung plane eine „pädagogische, moralische und ideologische Umerziehungskampagne“ schimpft Landessprecher Bernd Kölmel und fordert seine Mitglieder auf, sich dem Protest anzuschließen. Die Wortwahl ist noch gemäßigt, verglichen mit den Schmähungen, die sich AfD-Aktivisten auf lokaler Ebene und im Internet leisten. Dort werden Schwule von AfDlern auch mal als „Pädophile“ und „Perverse“ diskriminiert.

Im Bundestagswahlkampf 2013 warb die Partei mit dem Wahlplakatspruch: „Die Schweiz ist für Volksentscheide, wir auch“. Was wie ein Vorstoß zu mehr Demokratie klingt, zielt aber eigentlich in eine ganz andere Richtung. Gemeint ist mit der Anspielung auf Schweizer Volksentscheide vor allem auf denjenigen zum Verbot des Minarettbaus. Islamhetze im Schafspelz. Ein solches Vorgehen ist beispielhaft für die Öffentlichkeitsarbeit der AfD. Die Parteispitze ist penibel darauf bedacht, Kritikern keine Angriffsfläche zu liefern, sondern versteckt die rechten Forderungen in Zweideutigkeiten und schwammigen Formulierungen. Doch das praktische Auftreten der Partei zeichnet ein eindeutiges Bild. So beteiligt sich die AfD in Leipzig an den Protesten gegen den Bau einer Moschee. Seite an Seite mit der NPD vertrat sie dabei Forderungen, die mit dem Grundrecht auf Religionsfreiheit so gar nicht in Einklang zu bringen sind.

Auch ist der Einfluss der rechtsradikalen, auf Islamhetze spezialisierten Partei „Die Freiheit“ mehr als besorgniserregend. In Mecklenburg-Vorpommern führt das Ex-„Freiheit“-Mitglied Andreas Kuessner den AfD-Landesverband an und der Parteivorsitzende der Freiheit Stadtkewitz forderte seine Mitglieder auf, die AfD aktiv im Wahlkampf zu unterstützen. An andere rechte Kleinparteien „…die eine ebenso große Übereinstimmung ihrer Ziele
mit denen der AfD entdecken…“ richtete er den Appell, es ihnen “…gleich zu tun.“

Des Weiteren betreibt die AfD eine unmenschliche Asylpolitik, was sich an Folgendem belegen lässt. An einem Treffen der „neuen Rechten“, an dem auch einige AfD-Mitglieder teilnahmen, ließ sich eines dieser Mitglieder zu folgendem Zitat hinreißen:
„Die haben die Boote aufgelesen auf hoher See, haben die Leute an Bord genommen, haben eine Garbe Maschinengewehre in das Boot reingeschossen. Das Boot ist abgesoffen, dann hat die Marine rumgedreht und hat eine Rettungsinsel ausgesetzt mit den Leuten vor der Küste, wo sie her kamen. Und das ist das Einzige, was ich hier auch für Lampedusa als Lösung sehe.“
Sieht so eine offene und tolerante Partei aus? Wohl kaum. Der rechte Hintergrund der Partei und seiner Mitglieder kann deutlicher kaum zum Vorschein kommen.
Aus diesem Grund ist der Landesparteitag der Alternative für Deutschland in Ingolstadt auf keinen Fall zu unterschätzen und bedarf einer kritischen Beobachtung der Öffentlichkeit. Wir werden am 19.10 deshalb auf die Straße gehen und lautstark zeigen, dass ihr Nationalismus keine Alternative ist, für nichts! Beteiligt euch an den Protesten und Kundgebungen gegen diesen Landesparteitag!
Kundgebungen gegen den Landesparteitag der AfD
19.Oktober 9:00Uhr www.ingegenrechts.blogsport.de
Theaterplatz Ingolstadt ingegenrechts@web.de

Kundgebung gegen den Landesparteitag der AfD in Ingolstadt

Sonntag 19.Oktober
ab9:00Uhr
Theaterplatz Ingolstadt